Besprechen – Die alte Heilkunst


Volksmedizin weltweit 

Seit Jahrtausenden ist die Heilkunst des Besprechens weltweit verbreitet. In Europa begegnet uns mit ihr eine der wenigen Formen Geistigen Heilens, die trotz Inquisition und Aufklärung noch gepflegt werden.

Zu Zeiten, in denen Arztbesuche für den großen Teil der Bevölkerung teuer waren, oder das Aufsuchen des nächsten Mediziners mit einer weiten Reise verbunden war, war es wichtig, eine alltagstaugliche Heilweise ‚vor Ort‘ zu haben, denn Krankheit von Mensch, Tier oder Pflanze konnte schnell zu einer existentiellen Katastrophe werden. Und so wurden Leiden aller Art mit dem Besprechen geheilt.

 

 

Mehr als ‚Warze, Rose & Co‘? 

Bei der Behandlung von Hautleiden ist der Erfolg einer Behandlung schnell sichtbar und damit sinnfällig; und so ist das Besprechen heute fast ausschließlich als Behandlungsmethode für Warzen, Gürtelrose oder Schuppenflechte bekannt, wird häufig sogar von Ärzten empfohlen.

 

Darüber hinaus sind in Skandinavien die 'Blutstiller' bekannt, die, meistens durch Fernbehandlung, helfen, wenn sich z. B. ein Waldarbeiter weit vom nächsten Krankenhaus entfernt eine stark blutende Wunde zuzieht. Im Reitsport werden hohe Summen gezahlt, wenn 'Knochenbrecher' – eine die Fantasie leider in die falsche Richtung führende Bezeichnung – mit Geistiger Heilung Pferde mit Verrenkungen, Zerrungen o. ä. heilen.

Ausgehend von der Erkenntnis dass der körperlichen Manifestation einer jeglichen Erkrankung eine Disposition auf geistiger Ebene voraus geht, kann die Heilkunst des Besprechens in Resonanz mit jeglichem Leiden gehen.

 

 

Geerbt oder erlernt? 

Verbreitet ist die Ansicht, die Fähigkeit des Besprechens werde vererbt. Dies lässt sich nicht bestätigen, auch diese Art des Heilens ist lehr- und lernbar. Für das gehäufte Auftreten dieses Wissens in Familienlinien gibt es einen historischen Grund: In den bereits oben erwähnten Zeiten der Inquisition und der Aufklärung konnte es lebensgefährlich sein, sich zu Geistigen Heilweisen zu bekennen. In der Sippe aber war es am einfachsten, einerseits diese Fähigkeit in einem geschützten Rahmen weiter zu geben und andererseits im Sinne von Qualitätskontrolle im Blick zu behalten, dass die Heilkunst seriös ausgeübt wird. Und so entstanden familiäre Traditionen, die zu dem Bild führten, das Besprechen sei eine Gabe, die ‚im Blut liegt‘.

 

 

Verbundenheit als Weg 

Beim Geistigen Heilen wird der Besprechende zum Kanal für die in der Schöpfung allgegenwärtige Energie. Es geht also nicht darum, dass der Behandelnde mit seiner persönlichen Kraft auf den Klienten einwirkt. Erfreulicherweise hat das Bundesverfassungsgericht vor einigen Jahren das Geistige Heilen als Heilweise anerkannt; die Begründung, der Geistheiler 'rege die Selbstheilungskräfte an' ist allerdings irreführend, denn das einzelne Individuum kann mit seiner alleinigen Kraft herzlich wenig ausrichten. Der Mensch ist als Gruppenwesen geschaffen, in Verbindung mit Seinesgleichen und mit den geistigen, göttlichen Kräften der Schöpfung.

Eine Störung im System kann nicht mit den gleichen Denk-, Fühl- und Glaubensmustern aufgelöst werden, durch die sie entstanden ist. So ist es für den nach Hilfe Suchenden gut, eine andere Person hinzu zu nehmen, quasi als nicht verwickelte Instanz zwischen sich selbst und der göttlichen Energie.

 

 

Das Fadenkreuz der Konzentration 

Zum Öffnen des Raumes, der das Heil-Werden ermöglicht, spielen beim Geistigen Heilen vier Grundqualitäten des Seins eine bedeutende Rolle: 

 

Resonanz 

Der Behandelnde ist auf der einen Seite neutrale Instanz, muss auf der anderen Seite aber im Mitgefühl mit dem Klienten verbunden sein. Im Mitgefühl, nicht im Mitleid: Mitleid lähmt, Mitgefühl hingegen bleibt im Raum des Handelns. 

 

Intention 

Die Absicht beim Besprechen ist das umfassende Wohlbefinden des Klienten. Das Auflösen des einzelnen Symptoms wie einer Warze, eines Tennisarms, einer Depression etc. ist Bestandteil dieses Ziels. Darüber hinaus wird aber der Klient in seiner dem Schöpfungsplan gemäßen Ausgewogenheit und Fülle körperlicher, seelischer und geistiger Aspekte angesprochen. 

 

Kraft 

Unsere Lebenskraft ist Teil der universellen, uns immer und überall im Überfluss umgebenden Kraft. Krankheit ist oft ein Anzeichen, dass die Verbindung gestört ist. An die unerschöpfliche, unser Bestes wollende Kraftquelle wieder anzudocken, ist zentral für das Besprechen. 

 

Vertrauen 

Im Vergleich mit der göttlichen Intelligenz ist die unsere ein untergeordnetes System. So können wir mit unserem Geist nicht die Perfektion des Großen Ganzen erklären. Daher ist es wichtig, loszulassen nachdem alle Seiten in der Behandlung ihr Bestes gegeben haben, und sich von dem Bewusstsein tragen zu lassen, dass der Weg der Heilung 'so oder besser' zum Ziel führen wird. 

 

 

Der Klient behandelt mit. 

Am Ende der Behandlung stehen Vorschläge für den Klienten, die ihn über einige Zeit begleiten. In diesen erdverbundenen, meist praktischen Aufgaben können sich Elemente der Verbindung mit den vier Grundqualitäten wiederfinden. Die Vernetzung mit dem eigenen Umfeld, dem Clan, ist ebenfalls oft Bestandteil. Und häufig geht es darum, einen Schatz zu heben, denn:

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© Rainer Lanz 2013